Wandern in Finnland – Die Bärenrunde (Karhunkierros)
Die finnische Natur ist an vielen Stellen noch weitgehend unberührt von menschlichen Einflüssen. Es gibt zahlreiche Nationalparks und darüber hinaus auch Gebiete, die aufgrund ihrer Unzugänglichkeit nicht von Menschen besiedelt werden. Deswegen ist der Besuch Finnlands für einen Mitteleuropäer ein ganz besonderes Erlebnis.
Die Bärenrunde (Karhunkierros) ist ein Wanderweg, der an vielen interessanten schönen Plätzen und natürlichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Die Strecke verläuft unweit der russischen Grenze und hat eine Gesamtlänge von 82 Kilometern. Besonders schön an der Bärenrunde ist die Vielfalt. Verschiedene typische finnische Landschaften, vom Moor bis zum Kiefernwald, werden durchwandert. In einer knappen Woche kann die Bärenrunde gemeistert werden. Allerdings sind auch Tagesetappen in einzelnen Abschnitten kein Problem.
Für die Übernachtungen stehen Hütten zur Verfügung, die unentgeltlich genutzt werden können. Allerdings lohnt es sich, ein Zelt mitzunehmen. Es kann durchaus vorkommen, dass einmal eine Hütte schon gefüllt ist bei der Ankunft. Für die Verpflegung wird unterwegs nicht gesorgt, d.h. dass die Wanderer Lebensmittel mitnehmen müssen. Für eine längere Tour empfiehlt sich getrocknete Nahrung, da auf diese Weise viel Gewicht gespart werden kann.
Bären gibt es auf der Bärenrunde auch. Allerdings gehört sehr viel Glück dazu, einem Braunbären zu begegnen. Die Tiere sind sehr scheu und meiden den Menschen. Dafür gibt es aber an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken. Am besten startet man die Wanderung kurz vor Sonnenaufgang, denn dann präsentiert sich die finnische Natur von ihrer schönsten Seite. Abends kann man in der Hütte Gleichgesinnte treffen und interessante Begegnungen machen. Die Bärenrunde hinterlässt bei den meisten Reisenden einen nachhaltigen Eindruck.
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